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Leitfaden für Windhundrassen

Einmal blinzeln und man verpasst den Windhund, der an einem vorbeifliegt. Windhunde sind keine einzelne Rasse, sondern eine ganze Gruppe von Rassen, die für ihre Schnelligkeit, Schlankheit und hervorragende Sicht bekannt sind. Wahrscheinlich gehören einige Ihrer Lieblingsrassen in diese Kategorie, da es etwa 28 verschiedene Windhundrassen gibt – vom bekannten Greyhound bis zum weniger bekannten Tazy. Wir erklären, was einen Windhund ausmacht, was man bei der Haltung beachten muss und welche verschiedenen Typen und Kreuzungen es gibt.

Was ist ein Windhund?

Ein Windhund ist keine einzelne Rasse, sondern eine Ansammlung von Rassen, die sich durch ihre unglaubliche Sehkraft und Schnelligkeit auszeichnen.

Wie viele Arten von Windhunden gibt es?

Es gibt etwa 28 verschiedene Windhundrassen sowie einige zusätzliche Kreuzungen. Wir sagen "etwa", da es keine formelle Liste gibt und der Kennel Club andere Rassen anerkennt als zum Beispiel der AKC. 

Hier sind alle verschiedenen Rassen und Kreuzungen:

Afghanischer Windhund

Irischer Wolfshund

Agar

Schottischer Hirschhund (Deerhound)

Kangaroo Hound (Kreuzung)

Azawakh

Italienisches Windspiel

Mudhol Hound

Silken Windhound

Longdog (Kreuzung)

Barsoi

Laikadi

Patagonischer Greyhound

Sloughi

Lurcher (Kreuzung)

Chippiparai

Kanni

Polnischer Windhund (Chart Polski)

Taigan

American Staghound (Kreuzung)

Chortai

Kombai

Rajapalayam

Tazy

 

Galgo Español

Levriero Sardo

Rampur Greyhound

Whippet

 

Greyhound

Magyar Agar

Saluki

Xigou

 

 

Erscheinungsbild

Natürlich hat jede Rasse ihre einzigartigen Merkmale, aber im Großen und Ganzen zeichnen sich Windhunde durch ihren schlanken und aerodynamischen Körperbau aus. Sie haben einen einzigartigen Körperbau mit geringem Körperfettanteil und hervorstehenden Knochen, was sie umso besser zum Laufen macht. Schauen Sie sich nur diesen Speedy Gonzalez an...

Dies führt jedoch auch dazu, dass Menschen, die mit diesen Rassen nicht vertraut sind, sie fälschlicherweise für untergewichtig halten könnten. Das ist verständlich, denn bei anderen Rassen wie Französischen Bulldoggen können hervorstehende Knochen ein Anzeichen von Mangelernährung sein, doch bei Windhunden ist dies rein physiologisch bedingt. Es ist daher absolut passend, Windhunden Pullover anzuziehen, damit sie ihre Bäuchlein warm halten können.

Natürlich gibt es auch Windhunde, die tatsächlich zu dünn sind – ein geschultes Auge erkennt dies an fehlender Muskelmasse oder zu stark hervorstehenden Knochen.

Hier sehen Sie, wie einige der beliebtesten Windhundrassen aussehen:

sighthound

Die "Sicht" bei Windhunden

Die letzte Superkraft der Windhunde steckt schon im Namen: ihre Sicht! Diese Rassen haben eine unglaubliche Sehkraft entwickelt, die ihnen bei der Jagd hilft. Ihre schmalen Köpfe verleihen ihnen ein größeres Sichtfeld, insbesondere zu den Seiten, wodurch sie in zwei Richtungen gleichzeitig schauen können. Sie besitzen zudem spezielle Netzhautbereiche, den sogenannten „visual streak“, der bei vielen Jagdhunden verbreitet ist. Diese Anpassung erleichtert es ihnen, Bewegungen in ihrem peripheren Sichtfeld wahrzunehmen – wie zum Beispiel das kleine Kaninchen, das sich im Unterholz versteckt.

Temperament

Das Temperament der einzelnen Rassen variiert, aber im Allgemeinen sind Windhunde als die schnellsten „Couch-Potatoes“ überhaupt bekannt. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Windhunde rund um die Uhr Energiebündel sind. In Wirklichkeit brauchen sie zwar mindestens eine Stunde vernünftige Bewegung pro Tag, aber ihre absolute Lieblingsbeschäftigung ist das Dösen. Idealerweise auf einem gemütlichen Sofa!

greyhound on sofa

Bei der Bewegung kommt es auf die Qualität an, nicht auf die Quantität. Sie sind Hochgeschwindigkeits-Sprinter für kurze Distanzen, die kürzere, intensivere Bewegungseinheiten bevorzugen. Bauen Sie auch viele Beschäftigungsmöglichkeiten in die Spielzeit ein, da sie viel mentale Stimulation benötigen. Da sie jedoch keine sehr lange Aufmerksamkeitsspanne haben, sollten Sie beim Training einige besonders leckere Hundeleckerlis bereithalten.

Windhunde sind großartige Familienhunde mit einem riesigen Herzen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Ihr Herz macht einen größeren Prozentsatz ihres Körpergewichts aus als bei anderen Rassen! Deshalb können sie unglaubliche Bindungen nicht nur zu uns Menschen, sondern auch zu anderen vierbeinigen Familienmitgliedern aufbauen. Aufgrund ihres ausgeprägten Jagdinstinkts empfehlen wir jedoch, sie nicht mit sehr kleinen Hunderassen oder anderen Kleintieren zu vergesellschaften ... falls Sie verstehen, was wir meinen.

Fütterung von Windhunden

Was die Ernährung angeht, sind Windhunde nicht ganz so unkompliziert wie andere Rassen.

Erstens können Windhunde beim Fressen etwas wählerisch sein, besonders als Welpen und Junghunde. Daher kann es schwierig sein, ihr Idealgewicht zu halten. Entscheiden Sie sich für eine hochwertige und ausgewogene Ernährung mit einer hohen Nährstoffdichte. Wenn Ihr Windhund besonders wählerisch ist, hier ein paar Tipps für die Fütterungszeit:

  • Weichen Sie Trockenfutter mit etwas heißem Wasser auf, um für Abwechslung bei der Textur zu sorgen (vor dem Füttern unbedingt abkühlen lassen).
  • Probieren Sie Trockenfutter, Nassfutter oder verschiedene Kombinationen aus, um das Richtige zu finden.
  • Machen Sie die Mahlzeiten unterhaltsam, indem Sie das Futter in Suchspielen verstecken, damit sie für ihr Futter „jagen“ müssen.

Zweitens sind sie für ihre empfindlichen Bäuche bekannt. Wählen Sie daher ein Futter, das speziell für sensible Hunde entwickelt wurde. Vermeiden Sie Zuckerzusätze, Salz, künstliche Zusatzstoffe und Konservierungsmittel. Ein Pluspunkt sind Rezepturen mit darmfreundlichen Zutaten wie Prä- oder Probiotika.

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whippet

Das größte Problem bei Windhunden, insbesondere bei Greyhounds, sind Zahnerkrankungen. Dies kommt bei älteren Hunden häufiger vor. Als Senior empfiehlt sich daher der Umstieg auf Nassfutter, das für Hunde, denen der eine oder andere Zahn fehlt, leichter zu fressen ist, oder Sie weichen das Trockenfutter mit Wasser auf.

5 unterhaltsame Fakten über Windhunde

  1. Wenn Ihr Windhund tatsächlich etwas fängt, erwarten Sie nicht, dass er es Ihnen bringt. Sein Ansatz ist: jagen, fangen, töten ... vielleicht ist das auch besser so.
  2. Greyhounds sind die schnellsten Windhunde und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 72 km/h!
  3. Windhunde haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht besonders große Herzen – sie machen 1,18 bis 1,73 % ihres Körpergewichts aus! (Beim Menschen sind es nur 0,45 %).
  4. Windhunde schlafen im Durchschnitt etwa 18 Stunden am Tag.
  5. Viele Windhunde reagieren aufgrund ihres einzigartigen Stoffwechsels intolerant auf bestimmte Arten von Anästhetika.

Schauen Sie sich bei der Gelegenheit doch auch diese Beiträge an:

  1. Was tun, wenn man mit dem Hund nicht spazieren gehen kann?
  2. Dürfen Hunde Käse essen?
  3. Wie beruhigt man einen hechelnden Hund?
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