Katzen sind dafür bekannt, wählerische Feinschmecker zu sein. Wenn sie also hin und wieder ihre Nase beim Fressen rümpfen, ist das meist kein Grund zur Sorge. Oft reicht es schon aus, den Geschmack des Futters, die Konsistenz oder sogar den Napf zu wechseln, um sie wieder zum normalen Fressen zu bewegen. Wenn das jedoch nicht hilft und Ihre Samtpfote länger als 24 Stunden die Futteraufnahme verweigert, kann dies gesundheitsschädlich sein und auf ein zugrunde liegendes medizinisches Problem hindeuten. Aber wie lange können Katzen eigentlich ohne Nahrung auskommen? Und wie bringen Sie sie dazu, ihr Futter nicht mehr zu verweigern? Tauchen wir ein in das Thema.
Warum verweigert meine Katze ihr Futter?

Bevor wir die Frage „Wie lange können Katzen ohne Nahrung auskommen?“ beantworten können, werfen wir einen Blick auf die Gründe, warum Ihre Samtpfote ihr Futter verweigern könnte.
Wählerisches Essverhalten
Oft liegt es einfach an einer gewissen Wählerischkeit, wenn Ihre Katze ihr Fressen verweigert. Selbst wenn Ihre Katze ihr gewohntes Futter schon seit Jahren frisst, kann sie plötzlich entscheiden, dass es ihr nicht mehr schmeckt. Dies kann an Rezepturänderungen durch den Hersteller liegen oder daran, dass Ihre Katze die Konsistenz oder sogar den Napf bzw. den Ort, an dem es serviert wird, nicht mehr mag. Normalerweise reichen kleine Änderungen aus, damit sie wieder gerne frisst.
Verdauungsprobleme
Verdauungsprobleme, Darmverschlüsse oder Futtermittelallergien können Symptome wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen verursachen und Ihrer Katze den Appetit verderben. Obwohl Darmverschlüsse und Futtermittelallergien bei Katzen eher selten sind, sollten Sie Ihre Fellnase vom Tierarzt untersuchen lassen, wenn sie ihr Futter verweigert und eines dieser anderen Symptome zeigt. Wenn die Ursache lediglich ein Verdauungsproblem ist, kann die Fütterung eines hochwertigen Katzenfutters, das speziell auf die Darmgesundheit abgestimmt ist (Tipp: Scrumbles), dazu beitragen, dass sie sich bald wieder wohl fühlt.
Zahnerkrankungen
Zahnerkrankungen sind leider ein extrem häufiges und oft zu spät erkanntes Problem bei Katzen. Parodontitis kann zu Zahnfleischentzündungen und in schwereren Fällen zu Zahnverlust führen, was Ihrer Katze beim Fressen Schmerzen bereiten kann. Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Wenn sie jedoch langsamer fressen oder ihr Futter verweigern und ihr Atem nicht mehr so frisch riecht, kann dies ein Anzeichen für eine Zahnerkrankung sein.
Angst + Depression
Angst und Depressionen bei Katzen sind häufiger, als man denkt. Katzen können aus einer Vielzahl von Gründen gestresst sein, wie z. B. durch Veränderungen in der Umgebung (z. B. Umzug), soziale Veränderungen (z. B. eine neue Fellnase in der Familie) oder Phobien (z. B. laute Geräusche wie Feuerwerk). Das kann ausreichen, um ihnen den Appetit zu verderben.
Andere zugrunde liegende medizinische Erkrankungen
Viele gesundheitliche Probleme können ebenfalls dazu führen, dass Ihre Katze ihren Appetit verliert, darunter Nierenprobleme, Lebererkrankungen, Herzerkrankungen, Pankreatitis und Krebs. Wenn Ihre Katze ihr Futter länger als 24 Stunden verweigert, ist es daher immer am sichersten, sie von Ihrem Tierarzt untersuchen zu lassen, um die Ursache zu ermitteln.
Wie lange können Katzen ohne Nahrung auskommen?
Nachdem wir nun einige der Gründe kennen, warum Ihre Katze nicht frisst, stellt sich die Frage: Wie lange können Katzen ohne Nahrung überleben?
Katzen können 1-2 Wochen ohne Nahrung überleben, solange sie noch genug frisches Wasser zum Trinken haben. Wenn Ihre Katze etwa 24 Stunden nichts frisst, ist das in der Regel kein Grund zur Sorge, sofern sie danach wieder normal zu fressen beginnt.
Wenn Ihre Samtpfote jedoch länger als 24 Stunden die Futteraufnahme verweigert, sollten Sie sie so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Genau wie wir benötigen Katzen eine hochgradig nahrhafte und regelmäßige Ernährung, um mit allen Vitaminen, Mineralien und der nötigen Energie versorgt zu werden, damit sie gesund bleiben.
Erhalten sie diese lebenswichtigen Nährstoffe nicht, beginnt ihre Leber, Fettreserven abzubauen, um Energie zu gewinnen. Geschieht dies über einen Zeitraum von 3-7 Tagen, erhöht sich das Risiko, dass sie eine schwere Lebererkrankung entwickeln, die als hepatische Lipidose oder Fettlebersyndrom bekannt ist und bei Nichtbehandlung tödlich sein kann.
Wenn Ihre Katze für einen gewissen Zeitraum nicht frisst und zudem erbricht oder andere ungewöhnliche Anzeichen zeigt, sollten Sie sie dringend tierärztlich untersuchen lassen, da dies auf etwas Ernsteres hindeuten könnte.
Wie bringe ich meine wählerische Katze dazu, ihr Futter zu fressen?
Wenn Sie eine zugrunde liegende medizinische Ursache ausgeschlossen haben und vermuten, dass es sich nur um wählerisches Verhalten handelt, gibt es ein paar Möglichkeiten, Ihre kleine Prinzessin wieder zum Fressen zu bewegen.
Zuerst können Sie versuchen, die Fleischsorte im Katzenfutter zu wechseln. Die meisten Katzen lieben beispielsweise den Geschmack von Hühnchen, während andere eher auf Lachs stehen.
Auch die Konsistenz spielt eine große Rolle bei der Akzeptanz. Wenn Ihre Samtpfote ihr normales Trockenfutter verweigert, versuchen Sie es mit einem Nassfutter, wie zum Beispiel einem Pasteten-Futter, um zu sehen, ob das hilft.
Sie können sogar versuchen, den Napf auszuwechseln – vielleicht war das der Grund für die Verweigerung.
Versuchen Sie wie immer, die Mahlzeiten zeitlich konstant zu halten und an der gewohnten Stelle im Haus zu füttern, da domestizierte Katzen Routine lieben. Achten Sie außerdem darauf, den Futternapf regelmäßig zu reinigen, um Bakterienbildung oder unangenehme Gerüche zu vermeiden, die ebenfalls dazu führen könnten, dass Ihre Katze ihr Futter verschmäht.
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